FDP Wedel - FDP Antrag: Rückbau des Hafens am BusinessPark zurückstellen!

FDP Ortsverband Wedel

FDP Antrag: Rückbau des Hafens am BusinessPark zurückstellen!

Wertvolle Alternativen zum Zuschütten erst bedenken.

 

Die Zukunft des Vattenfall-Kraftwerks, Zahlen zu einer möglichen Fährverbindung über die Elbe sollten zunächst abgewartet werden, bevor ein Rückbau des Hafens weiter verfolgt wird.

Wassererlebnisbereiche, eine Bootsrampe und eine Straßenanbindung an das innerstädtische Verkehrsnetz, auch für Touristen, könnten unabhängig bereits geplant werden. Das Elbufer ist zum Zuschütten zu schade.

 

FDP – Fraktion

im Rat der Stadt Wedel

 

Antrag für den Planungsausschuss am 2. Dezember 2014

 

Der Ausschuss möge beschließen:

 

Die Verwaltung wird aufgefordert, den beabsichtigten Rückbau des Hafens am BusinessPark bis zum Sommer 2015 zurückzustellen.

Die geplanten oder andere Baumaßnahmen am Hafen sollen erst erfolgen, wenn über die Zukunft des Vattenfall-Kraftwerks entschieden ist und wenn belastbare Zahlen zu den Möglichkeiten und Auswirkungen einer Fährverbindung über die bzw. auf der Elbe vorliegen.

 

Falls in der Zwischenzeit weitere Planungen für den Hafen und sein Umfeld notwendig werden sollten, sind zumindest Wassererlebnisbereiche, eine Bootsrampe und eine Straßenanbindung an das innerstädtische Verkehrsnetz vorzusehen. Im Umfeld des Elberadweges sind Unterstellmöglichkeiten und Einrichtungen für die Information von Touristen zu schaffen.

 

Begründung

 

Mit der Vorlage BV 2014/111 plant die Verwaltung den vollständigen Rückbau der Molen in Schnalles Hafen sowie eine Steinschüttung als neue Uferbefestigung.

Diese Lösung wäre das Ende einer mit zwei Jahren extrem kurzen Kette von Plänen, die von einem belebten Hafen mit Beachclub über einen Hafen ohne gewerblichen Betrieb aber mit Wassererlebnischarakter, einer schwimmenden Bühne etc. bis zur schlichten Steinschüttung reicht.

Die jetzt von der Verwaltung angestrebte Lösung wird weder der Bedeutung des nutzbaren Elbufers für die Naherholung gerecht noch der aktuellen Diskussion und den in Kürze anstehenden Entscheidungen in der Region.

 

Das wird an vier Beispielen deutlich:

 

1. Das Vattenfall-Kraftwerk

 

Bereits im Masterplan für den BusinessPark aus dem Jahr 2012 hatten die Autoren festgestellt, dass ein (inzwischen genehmigtes) Gaskraftwerk „auf einen Kernbereich des heutigen Kraftwerkgeländes reduziert werden“ könne. Durch den Neubau entstünde an der Elbe selbst, im westlichen Teil um die Turbinenhalle herum sowie im nördlichen Teil Platz für Nachverdichtungen, Fuß- und Radwege, eine neue Trasse für den Elberadweg etc., deshalb sei ein „Entwicklungskonzept Kraftwerksgelände“ erforderlich.

Die Entscheidung über die Zukunft des Kraftwerkstandortes hat der Hamburgs Erster Bürgermeister vor wenigen Tagen für den Sommer 2015 angekündigt.

Warum eigentlich lässt sich die Stadt nicht diese kurze Zeit, um dann möglicherweise gemeinsam mit den Verantwortlichen für das Kraftwerksgelände zu planen, was künftig an der Elbe passiert?

 

2. Das Fährprojekt von Becker Marine Systems

 

Die grundsätzlich positive Aufnahme der Planungen für eine Autofähre in Wedel und die Bereitschaft, Voraussetzungen, Risiken und Auswirkungen dieser Fährverbindung im Detail zu erörtern, setzen nach unserem Verständnis voraus, dass bis zur endgültigen Prüfung und bis zur Vorlage der Ergebnisse nichts geschieht, was das Projekt gefährden könnte.

Der Abriss der Hafenmolen und die „Versteinerung“ des Elbufers sind sicher nicht die Maßnahmen, die einem potenziellen Fährbetreiber Lust und Mut machen und seitens der Stadt umfassende Kooperationsbereitschaft signalisieren.

 

3. Die Fährverbindung mit Hamburg

 

Bereits der Masterplan für den BusinessPark hatte sich mit dem Thema „Fähren“ beschäftigt und zusammengefasst:

“Über den Schnalles Hafen ist eine Fährverbindung in die Hamburger Innenstadt, nach Finkenwerder oder nach Glückstadt problemlos möglich und unbedingt erstrebenswert. Einerseits würde man damit das maritime Erlebnis im BusinessPark Elbufer deutlich steigern und zum Anderen ließe sich das ÖPNV Angebot dadurch ausweiten.“

In der Zwischenzeit haben sich nicht nur in Hamburg sondern auch in Wedel Initiativen gebildet, die sich für neue Fährverbindungen auf der Unterelbe einsetzen.

Diese Initiativen verdienen jede mögliche Unterstützung.

Wann immer die Chance besteht, eine Schifffahrtslinie zwischen der Hamburger Innenstadt und Zielen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu etablieren, ein Haltepunkt in Wedel muss dann natürlich der neue Stadtteil BusinessPark Elbufer sein.

Erforderlich wären deshalb jetzt eher landseitige Infrastrukturmaßnahmen als die Verwandlung des Hafens in eine Steinschüttung.

 

4. Der Elberadweg

 

Der seit Jahren immer wieder zum beliebtesten Radweg Deutschlands gewählte Elberadweg kreuzt nahe Schnalles Hafen die Landesgrenze und soll künftig ohne Treppenstufen unmittelbar an der Elbe über das jetzige Kraftwerksgelände geführt werden.

Damit ist nicht nur für Gäste von Fähren, sondern insbesondere für Radtouristen dieser Ort hervorragend geeignet für eine Servicestation mit Hinweisen auf unsere Stadt und die Region, auf Unterkunftsmöglichkeiten, Veranstaltungen, Hilfsdienste etc.

Erforderlich sind nach dem Muster anderer aktiver Stationen am Elberadweg regensichere Unterstell- und Sitzmöglichkeiten und ein attraktiver Zugang zur Elbe z.B. über Treppenstufen, ohne über Steinschüttungen balancieren zu müssen.

Sinnvoll könnte auch ein Uferabschnitt sein, an dem Wasserwanderer anlanden und kleinere Schiffe zu Wasser gelassen werden können.

Auch aus diesen Gründen ist eine Straßenanbindung des Hafengeländes erforderlich.

 

Sm, 17.11.2014

 

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